Klein und gemein – wie Mikroplastik unsere Umwelt schädigt – gemeinsam Lösungen erarbeiten

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WHAT will be done

Description:

Eine Kooperation des Außerschulischen Lernorts :metabolon und der Abfallberatung des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes mit den Rotary Clubs im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung

Plastik ist Fluch und Segen unserer modernen Gesellschaft. Für beinahe alle Anwendungen lässt sich der passende Kunststoff finden. Wenig überraschend wird eine rasante Zunahme des Plastikaufkommens und -abfalls beobachtet. Dadurch treten auch die negativen Folgen unseres Plastikkonsums immer deutlicher in den Vordergrund. Die Vielfalt an Kunststoffen erfordert einen aufwändigen Umgang mit den anfallenden Stoffströmen, um mit sortenreinen Abfallfraktionen ein effektives Recycling zu ermöglichen. Besonders gravierend sind natürlich die Plastik-Einträge in die Natur, sowohl in der Form als Makroplastik, inklusive dem daraus entstehenden sekundären Mikroplastik, als auch in der Form primären Mikroplastiks.

Ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken?

Ganz im Gegenteil! Es ist der Anlass, gemeinsam zu handeln. Worauf es dabei ankommt, erfahren Schüler*innen der Sekundarstufe I in diesem lebendigen und lebensnahen Programm.

Im Rahmen eines Gallery Walks (Bildergalerie) werden die Schüler*innen mit der Problematik sowie Fakten zu Plastikmüll in der Umwelt konfrontiert. Anschließend reflektieren mittels einer Assoziationskette ihre persönlichen Erfahrungen. In der Folge thematisiert ein kurzer Film-Clip die mit der Nutzung des Plastiks verbundenen Umweltprobleme und deren Folgen für uns den Mensch und dessen Lebensstil. Dabei werden sowohl Verpackungen als auch Alltagsgegenstände sowie der Einfluss des persönlichen Verhaltens angeschnitten.

Notwendige Verhaltensänderung selber erarbeiten – take a plastic diet

Wie lässt sich der Verpackungsflut Herr werden? Aus einem üblichen „gelben Sack/gelber Tonne“ sortieren die Schüler*innen mit Hilfe des Recyclingcodes unterschiedlichste Verpackungsformen und Materialien möglichst sortenrein. Was hier in mühevoller Handarbeit geschieht, passiert in der Realität natürlich großtechnisch. Wie diese riesengroßen Sortieranlagen arbeiten, vermittelt ein Film-Clip. Die kennengelernten Sortiermechanismen werden anschließend in einer eigenen „Sortierstraße“ mittels Modellversuchen ausprobiert und können somit nachvollzogen werden. Wie Kunststoffe sortenrein gesammelt werden können zeigt der „PET-Flaschen-Recycling-Kreislauf“, wobei der Begriff Kreislauf an dieser Stelle nicht zu eng genommen werden darf, da nur etwa 30 % der gesammelten PET-Flaschen wirklich wieder zu PET-Flaschen werden und aus den restlichen 70 % andere Recyclingprodukte wie Obstschalen, Tragetaschen oder Fleece-Jacken entstehen. Besser also gleich auf Plastik verzichten, nach dem Motto „take a plastic diet“. Besonders trifft das natürlich auf unnötige Verpackungen zu, daher werden mit den Schüler*innen gemeinsam Vermeidungsstrategien und Alternativen für Einkauf und Alltag erarbeitet.

Aber selbst wenn wir von heute auf morgen kein neues Plastik mehr produzieren und konsumieren müssen wir mit den Folgen unserer bisherigen Plastiknutzung umgehen. Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang das Mikroplastik. Das gilt sowohl für primäres als auch sekundäres Mikroplastik. Ein nicht zu unterschätzender Eintrag erfolgt dabei durch das Waschwasser in Folge der vermehrten Nutzung von Textilien mit synthetischen Fasern. Die Schüler*innen werden zu menschlichen Waschmaschinen und waschen eine Fleece-Decke, filtern das entstandene Waschwasser und untersuchen es mit optischen Hilfsmitteln auf Mikroplastik. Wie Kleidung mikroplastikarm genutzt und gewaschen werden kann wird ebenfalls mit den Schüler*innen erarbeitet und erläutert.

Initiative der Rotary Clubs – End Plastic-Soup

Das Verhalten jedes einzelnen ist wichtig, das heißt aber nicht, dass man als Einzelkämpfer unterwegs sein muss. In einem Impulsvortrag wird das Projekt „End Plastic Soup“ vorgestellt. Die Initiative End Plastic Soup wurde 2018 im Distrikt 1580 mit Rotary Clubs in Amsterdam gestartet. Das Ziel von End Plastic Soup: Bis 2050 wird es keinen Plastikmüll mehr in den Meeren und Ozeanen geben, ebenso wenig wie in unseren Flüssen, Seen, Parks und auf den Straßen. Dieses ambitionierte Ziel lässt sich nur erreichen, wenn möglichst viel Menschen partizipieren, daher werden auch Möglichkeiten der aktiven Teilhabe aufgezeigt.

Aus der Kooperation entsteht eine Kampagne, die nachhaltig und dauerhaft das Thema in der gesamten Gesellschaft verankern soll und so zur Lösung dieser Herausforderung im Sinne einer lebenswerten und gemeinsamen Zukunft beiträgt.

www.wochederabfallvermeidung.de

www.endplasticsoup.nl/de

www.metabolon.de

www.bavweb.de

Teilnehmende Schulen im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung:

Gesamtschule Kürten

TOB-Sekundarschule Wiehl

Gesamtschule Waldbröl (online über e-learning :metabolon)

Albertus-Magnus-Gymnasium Bensberg (2 Klassen)

Location

WHERE it will take place

Country:

Germany

Address:

Lindlar
Am Berkebach
1
51789

Action Developer

WHO will run the show

Entity:

Bergischer Abfallwirtschaftsverband
# Administration/Public Authority

How can you get in contact:

www.bavweb.de
02266/9007-75

• WHEN

will it happen?

Dates of the proposed action:

24/11/20

• WHY

join hands and minds to prevent waste?

Help the world,
share this action!

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